Damen: ein gepflegtes und ein kurioses Spiel

So 28 Okt 2018

 

Unihockey Gurmels vs. Floorball Köniz 3:1

Unihockey Gurmels vs. Unihockey Berner Oberland II 1:0

 

Aufgrund der Zeitumstellung eine Stunde ausgeschlafener traten wir die Reise nach Yverdon an. Bei Schneefall! Denn obwohl im Meteo angesagt, war der erste Schnee der Saison eine kleine Überraschung, besonders, wenn man noch die Sommerpneus montiert hatte ;-) aber alles gut gegangen.

 

Schon kurz nach dem Anpfiff um 10:55 entwickelte sich ein gepflegtes Spiel, wie eigentlich fast immer gegen die Könizerinnen. Auf eine glatte Auslösung folgte ein gut aufgebauter Angriff und schon nach wenigen Minuten konnte Bea den Ball wunderschön im gegnerischen Tor versenken.

Ein Start nach Mass! Noch besser war eigentlich nur, dass wir den Rhythmus in den folgenden Minuten und Angriffen hoch halten konnten – und noch vor der Pause konnte Nadine zum 2:0 für unsere Farben erhöhen. Das sah doch eigentlich ganz gut aus, zumal wir uns gegen die nur zu acht angetretenen Bernerinnen gerade vorgenommen hatten, den Ball schnell zirkulieren zu lassen und sie zum Laufen zu zwingen.

 

Doch dann kam die Pause und nach ihr eine mittelschwere Baisse unsererseits, was Tinu zwang, ein Time-out zu nehmen. Dringend nötig, denn fast nichts ging mehr: unkonzentriert im Aufbau, unsauber im Abschluss, unschön zum Anschauen. Das Time-out hatte dann aber die erwünschte Wirkung. Gleich im ersten Einsatz danach kamen wir wieder schön vors Tor und zum Abschluss, „geit ja“ hat sich da wohl manch eine gedacht. Als Marielle dann das Skore für uns noch auf 3:0 erhöhen konnte, hätte man schon fast das Gefühl bekommen können, dies gäbe wieder ein eher gemütliches Shutout für Bettina. Da hatte aber Köniz was dagegen und nach einem Fehler in unserer Defensive fand ein tiefer Ball in die weite Ecke doch noch den Weg in unser Tor.

 

Insgesamt ist dieses Resultat sicher nicht unverdient, denn wir hatten zwar mehr vom Spiel, aber dies leider nicht uneingeschränkt über die ganze Spieldauer.

 

UHG: Bettina, Tat, Delphine, Marielle (1T), Milena, Glen, Bea (1T), Aline (1A), Nadine (1T), Pämpi (1A), Emilie, Isa (1A), Fäba, Jasmin


 

Zweiter Match, neues Glück. Soviel gleich zu Beginn: für das magere Fussballresultat waren nicht nur wir verantwortlich. Und auch die Gegner aus dem Berner Oberland nicht. Doch der Reihe nach. Eigentlich lief das Spiel ganz gut an, etwas gegenseitiges Abtasten, da wir bei BEO nicht genau wussten, wer auf dem Feld steht, spielt doch die erste Mannschaft von BEO in der Nationalliga A. Nach einigen Minuten entwickelte sich ein ganz ansprechendes Spiel, in welchem hüben wie drüben Chancen kreiert wurden. Eine dieser Chancen konnten wir schliesslich vor der Pause noch verwerten, 1:0 durch Milena auf Pass von Nadine.

 

Der Bruch erfolgte kurz danach, als die Schiedsrichter die beiden Teamcaptains zu sich zitierten, um auf die viel zu hohe Zahl der Stockschläge hinzuweisen. Ok, hinweisen ist vielleicht etwas milde ausgedrückt, eigentlich war der Hinweis mehr eine kaum versteckte Drohung: „der nächste Stockschlag gibt eine Strafe“! Dies nahmen die Offiziellen dann auch wirklich wörtlich, kaum hatten wir uns versehen, musste eine der Unsrigen auf die Strafbank. Vergehen: Stockschlag, aber die Strafe war an einem denkbar schlechten Exempel statuiert worden, denn da war nämlich wirklich einfach nichts. Kaum hatten wir das Boxplay überstanden (in ziemlich souveräner Manier), konnten wir gleich das nächste Mal beweisen, dass wir gut Boxplay spielen können, denn schon wurde die nächste Gurmuslerin wegen eines wenig nachvollziehbaren Vergehens auf die Bank geschickt. Nochmal dasselbe in grün, Tore gab‘s auch dieses Mal keine für BEO. Doch damit noch lange nicht genug. Durch die Pfeiferei der Schiedsrichter langsam aber sicher verunsichert, wollten wir endlich wieder mal zu fünft angreifen, um die Führung auszubauen. Da schneite es doch glatt die dritte Strafe rein. Doch damit immer noch nicht genug, plötzlich kamen die Schiedsrichter zum Schluss, dass jetzt auch wir noch beweisen dürfen, dass wir Überzahl spielen können. Klar können wir! Und weil’s so schön ist, durften auch wir gleich zweimal in kurzer Folge ran. Da anschliessend die zweite Halbzeit quasi schon zu Ende war, durften wir am Schluss einen 1:0-Sieg bejubeln. Fazit: 5x mehr Strafen als Tore, dazu alles in etwas mehr als 20 min – man hätte zum Schluss kommen können, beide Teams hätten äusserst unfair gespielt. Das war aber wirklich nicht der Fall und so werden wir wohl einfach dies mitnehmen: den einen oder anderen Stockschlag in Zukunft vermeiden und den Rest getrost in der Schublade „kurios“ versorgen.

 

UHG: Bettina, Tat, Glen, Marielle, Isa, Fäba, Bea, Aline, Nadine (1A), Pämpi, Milena (1T), Delphine, Jasmin, Emilie