Damen: Eine Geschichte vom Gewinnen müssen…

So, 9. Dez 2018

 

UH Gurmels vs. UHC Griffons du Chablais 5 : 3

UH Gurmels vs. UC Yverdon II 0 : 0

 

Letztes Mal waren die Gegnerinnen aus Bern, diesmal standen uns zwei Waadtländer-Teams gegenüber, dazu noch die beiden Tabellenletzten. Da war die Devise klar: wir wollten unbedingt gewinnen, auch um das magere letzte Turnier vergessen zu machen.

Gegen Chablais, die in Aigle ihr Heimspiel austrugen, begannen wir engagiert. Der Ball lief gut, dies lag auch daran, dass uns Chablais viel Platz liess. Doch wie so oft nach einem ansprechenden Beginn gegen schwächere Gegner, gelangen uns danach lange Zeit keine Tore. Dies änderte sich kurz vor der Pause, als Delphine sich den Ball in unserer Hälfte schnappte, sämtliche Gegnerinnen umkurvte und ihn entschlossen im hohen Eck versenkte. Phu, doch noch die Führung zur Pause? Leider nein. Obwohl Chablais bis dahin ziemlich wenig vom Spiel hatte, nutzte ihre #9 den erstbesten Konter zum Ausgleich. 

Nach der Pause wollten wir das Spiel schneller gestalten, die Gegnerinnen zum Laufen bringen und uns insbesondere im hohen Slot besser positionieren, um zu Abschlüssen zu kommen. Ach ja, und genau: dafür bitte das untere Tordrittel anvisieren (was leider mit dieser Billig-Parkett-Unterlage in Aigle ein gar nicht so einfaches Unterfangen war.) Trotzdem gelang es uns im zweiten Einsatz nach Wiederanpfiff, die Führung wieder herzustellen: ein Schlenzer kullerte dank guter Störarbeit vor dem gegnerischen Tor über die Linie. Wieder die Führung für uns. Leider währte sie wiederum nicht lange, wieder war es die #9 von Chablais, die einen Konter verwertete. Und diese #9 bekamen wir leider bis zum Schluss nicht in den Griff: zwischenzeitlich führte Chablais dank ihr sogar, ehe wir die Tore 3 und 4 schossen (alle übrigens im unteren Drittel platziert). Zum Schluss halfen die Waadtländerinnen dann noch etwas nach, als ein verunglückter Pass den Weg in ihr verwaistes Tor fand, weil die Torfrau zuvor durch eine 6. Feldspielerin ersetzt worden war.

 

UHG: Bettina, Tat (1A), Delphine (1T), Marielle, Fabienne (1T), Milena, Aline, Bea, Nadine, Glen, Emilie, Pämpi (1T), Laurane, Isa (1T)

 


Im zweiten Match gegen Yverdon starteten wir sehr diszipliniert, liessen den Ball von Anfang an gut laufen und erarbeiteten uns Chancen. Dies ging eine Weile so, beide Linien hatten gute Spielzüge und mal mehr, mal weniger genaue Abschlüsse. Auf dem Platz wurde gut kommuniziert, die Führung lag in der Luft. Auf der Bank gingen Gedanken wie „hey, es läuft gut, wir haben viel Platz zum Spielen, aber noch etwas Luft nach oben bei der Qualität der Abschlüsse, aber das wird schon“ durch unsere Köpfe. Als die Pausensirene ertönte stand es immer noch 0:0 und wir wollten unbedingt nach der Pause aufdrehen und unsere Energie in präzisere Pässe, in die Ballannahme und die Genauigkeit der Abschlüsse investieren. Währenddessen gingen die Gedanken auf der Bank über zu „hey, wir haben noch genug Zeit, im nächsten Einsatz klappt‘s“. Im Verlauf der Halbzeit ging „noch viel Zeit“ über in ein „noch drei Minuten“ und so kam langsam Hektik auf – Yverdon war ein Gegner auf den hintersten Tabellenplätzen und eigentlich war auch ein Unentschieden gegen sie nichts, worauf wir hinarbeiten wollten. Wir wollten mehr und wir können mehr. Leider reichte es aber nicht zu mehr. 0:0 Endstand, ein weiteres minimalistisches Unihockeyresultat eines Matches, den wir eigentlich im Griff hatten, phasenweise dominierten und dessen Ende trotzdem enttäuschte.

 

UHG: Bettina, Delphine, Glen, Marielle, Isa, Fabienne, Bea, Aline, Nadine, Pämpi, Emilie, Laurane, Tat, Milena