, Fredi Scheidegger (veröffentlicht durch Marc-André Weber)

Junioren D – 4. Turnierrunde: Schritt für Schritt stärker

Die vierte Turnierrunde führte uns am regnerischen Sonntag nach Flamatt. Bereits zur frühen Stunde fand die Besammlung statt, denn das erste Spiel war auf 9:00 Uhr angesetzt. Trotz der teilweise noch müden Augen beim Treffpunkt war die Stimmung von Anfang an positiv und konzentriert – die Motivation, heute einen starken Tag abzuliefern, war spürbar.

Mit vier kompletten Linien reisten wir an – eine schöne Bestätigung für den Zusammenhalt im Team. Besonders heute: wir konnten sowohl eingespielte Linien wie auch neu formierte Blöcke einsetzen. Das schafft Diversität und trotzdem Kontinuität, was gerade für unsere jüngeren Spieler ein wertvoller Motivator ist.

Unsere Zielsetzung war klar: Gegen zwei starke Rivalen wollten wir zeigen, dass wir trotz unseres Tabellenranges mit Freude, Mut und Einsatzbereitschaft auftreten. Insbesondere gegen Alterswil–St. Antoni, die aktuell den viertobersten Tabellenplatz halten, wollten wir unsere Defense kompakt halten. Im Vergleich gegen Floorball Köniz sollte der Fokus auf Druckphasen, schnellen Pässen und konsequentem Zusammenspiel liegen. Die Sequenzen der letzten Trainings sollten uns unterstützen.


1. Spiel – vs. Alterswil–St. Antoni

Unser Gegner startete energiegeladen und setzte uns früh unter Druck. Mit hohem Tempo, ausgeprägtem Pressing und sehr solider Passqualität bestimmte Alterswil die ersten Minuten. Wir hielten an unserer Strategie fest: kurze, regelmässige Wechsel, viel Frische und ein Rhythmus, der uns auf Dauer Vorteile bringen sollte.

Die physisch stärkeren und laufschnelleren Gegner nutzten kleine defensive Lücken konsequent aus. In der 7. und 9. Minute mussten wir zwei Gegentreffer hinnehmen. Dieser frühe Rückstand war für unser Team jedoch ein Weckruf. In der 10. Minute setzten wir ein klares Zeichen und verkürzten auf 2:1.

Die restliche erste Hälfte war geprägt von vielen Läufen, intensiven Duellen und leider auch einigen unpräzisen oder überkomplizierten Aktionen unsererseits. Wir blieben entschlossen – doch beim Pausenpfiff stand es 4:1.

In der kurzen Reflexionspause adressierten wir die Painpoints – transparent und klar formuliert für jeden. Die Inputs unseres Torhüters bestätigten unsere Wahrnehmung: Die Defensive war zu offen, mindestens zwei Gegentore wären mit kompakterem Verhalten vermeidbar gewesen. Der Druck war spürbar – aber genau deshalb wollten wir noch entschlossener dagegenhalten. Der Fokus lag darauf, stabiler zu stehen und mental dranzubleiben.

Wir starteten nach der Pause überzeugend: Nach 30 Sekunden durften wir den Anschlusstreffer zum 4:2 bejubeln. Das gab dem Team Auftrieb. Alterswil erhöhte daraufhin das Tempo erneut – und setzte ihr physisches, schnelles Spiel konsequent fort.

Obwohl wir tolle Aktionen zeigen konnten, weitere Chancen kreierten und defensiv zwischendurch gute Phasen hatten, mussten wir zusätzliche Gegentore einstecken. In der 33. Minute gelang uns das 6:3 – ein schöner Moment und ein verdienter Treffer aus einem guten Zusammenspiel heraus.

Trotz Kampfgeist, aufrechter Haltung und viel Einsatz endete die Partie mit 7:3.

Wir hätten es uns anders gewünscht – aber wir blieben bis zum Schluss dran und mussten anerkennen, dass der Gegner spielerisch und körperlich stärker war.


2. Spiel – gegen Floorball Köniz

Nach einer für unseren Geschmack etwas zu langen Pause wartete das zweite Duell: Floorball Köniz.

Wir wollten von Beginn an ein klares Statement setzen – und das gelang uns eindrucksvoll. Schon in den ersten zwei Minuten kombinierten wir schnell und druckvoll und brachen zweimal erfolgreich durch die gegnerische Defensive. 0:2 nach zwei Minuten – ein Traumstart.

Köniz reagierte zeitnah und verkürzte auf 1:2. Die folgenden Minuten waren intensiv, geprägt von Aufbauspiel, vielen Aktionen auf beiden Seiten und engen Duellen. Wir blieben mutig, nutzten unsere Chancen und erhöhten wieder auf 1:3, kurz darauf auf 1:4. Ein starker Auftritt.

Doch dann geschah, was im Sport oft passiert: Man spürt „das Ding läuft“ – und lässt minimale Unachtsamkeiten zu. Die Kommunikation wurde etwas hektischer, das Zusammenspiel verlor an Klarheit. Köniz nutzte diese Phase konsequent und verkürzte bis zur Pause auf 3:4.

Im Halbkreis sammelten wir uns. Die Athleten erkannten selbst, was passiert war – und die Inputs kamen schnell und ehrlich. Wir versprachen uns gegenseitig, wieder ruhiger zu spielen, mutig zu bleiben und weiterhin an uns zu glauben. Ein kurzer Motivationsruf und wir waren bereit für die zweite Hälfte.

Direkt nach dem Anpfiff gelang Köniz der Ausgleich zum 4:4. Es begann ein intensives, wildes, teilweise nervöses Spiel. Unsere Ruhe ging in einigen Momenten verloren, unnötige Komplexität schlich sich ins Passspiel und die Defensive war nicht immer konsequent genug.

Unser Torhüter zeigte starke Paraden, konnte aber nicht alles abwehren – die Gegentore waren der logische Effekt der unruhigen Phase. Gleichzeitig machte aber auch Köniz Fehler und kassierte dafür. Es entwickelte sich ein enges, temporeiches, aber sehr faires Match.

In der letzten Spielminute setzten wir noch für uns einen entscheidenden Treffer – 8:7.

Er reichte nicht für den Sieg, aber er zeigte:

👉 Wir lassen uns nicht einfach überrollen.
👉 Wir bleiben dran.
👉 Wir spielen mit Herz.

Es war ein Spiel voller Energie, viel Tempo und sichtbaren Trainingsfortschritten.


Take Away’s

Heute haben wir als Team grosse Schritte gemacht. Wir haben auch Fehler gemacht. Der Trainerstab hat viele Notizen erstellt – juhu das wir spannende Trainings geben. Wir haben heute auch viel Mut bewiesen, Verantwortung übernommen und taktische Inhalte umgesetzt. Beide Spiele waren intensiv, beide Spiele waren lehrreich – und in beiden Spielen haben wir gesehen, dass wir im Vergleich zu früheren Runden mehr Tempo, mehr Sicherheit und mehr Selbstvertrauen entwickeln.

Wir haben gelernt, dass wir auch gegen stärkere Gegner Phasen dominieren können. Wir haben erlebt, wie wichtig Kommunikation und Einfachheit im Spiel sind und wir haben gesehen, dass wir uns gegenseitig tragen – egal, was die Resultatentafel zeigt.

Die Umsetzung aus den Trainings zeigt Wirkung. Wir bleiben dran. Wir wachsen weiter.

#ZämeStarch 🏑🥅