, Joel Würth (veröffentlicht durch Marc-André Weber)

Junioren E: Der Sieg im FR-Cup ist das «i-Tüpfelchen»

Taktisch gereift, mental gefestigt und als Team geschlossen – UH Gurmels zeigt im Halbfinal und Final seine Entwicklung und belohnt sich mit einem starken Saisonabschluss.

Wie bereits im letzten Jahr trafen wir im Halbfinal auf Aergera Giffers. Es war für das Team nicht einfach, den Fokus zu behalten. Schon die Matchvorbereitung stellte eine Herausforderung dar. Überall in der Halle wurde gerufen, geschrien und gepfiffen, und es gab ständig etwas Interessantes zu sehen. Die Ablenkung war schlicht omnipräsent. Für das Trainerteam war es schwierig, die Inputs so zu vermitteln, dass sie auch wirklich ankamen. Genau diesen Lärm hatten wir zwar im Training geübt, doch wenn es darauf ankommt, ist es eben nochmals anders.

Wir starteten ordentlich ins Spiel, und Giffers hielt gut dagegen. Unsere Aktionen waren noch nicht so zielgerichtet und energisch, wie wir es uns vorgenommen hatten. Dennoch konnten wir uns resultatmässig zunehmend absetzen. Defensiv solide, jedoch nicht immer ganz konsequent, und offensiv spielfreudig, aber teilweise etwas fahrig. So lässt sich das Spiel zusammenfassen. Das ist zugegebenermassen Jammern auf hohem Niveau, denn nach 30 Minuten stand es 10 zu 3 für Gurmels, und das Team durfte den Finaleinzug bejubeln.

Sofort richtete sich der Blick auf die andere Seite der Halle, um zu sehen, wer sich im anderen Halbfinal durchgesetzt hatte. Die jubelnden Fribourger gaben uns die Gewissheit, dass es erneut zur Finalpaarung zwischen den Schwarz-Weissen und den Blau-Roten kommen würde.

Halbfinal: UH Gurmels – UHC Aergera Giffers 10:3

 

Nun war er endlich da, der letzte grosse Höhepunkt der Saison. Wie oft wurde während der Saison davon gesprochen, davon geträumt und Revanchepläne geschmiedet, denn im letzten Jahr mussten wir Fribourg zum Sieg gratulieren.

Der Start ins Spiel gelang ausgezeichnet. Was das Team auf dem Platz zeigte, war eine klare Steigerung im Vergleich zum Halbfinalspiel. Intensität, Energie und Haltung stimmten nun auf den Punkt. Die ersten 15 Minuten waren eine defensive Meisterleistung, denn von Leonie im Tor bis zum vordersten Stürmer setzten alle das geübte Defensivsystem perfekt um. Fribourg kam kaum zu Chancen, Gurmels setzte die «Inside»- und «John-Wayne»-Rufe von der Bank eifrig um. Da wir selbst dreimal ins Tor des Gegners trafen, durften wir mit einer 3:0-Führung in die Pause.

Wir wussten, dass Fribourg nun einen Zacken zulegen und versuchen würde, das Spiel zu drehen. Entsprechend wach starteten wir in den zweiten Abschnitt. Es war wirklich schön zu sehen, welche reife taktische Leistung das Team in diesem Spiel zeigte. Schwarz-Weiss kam kaum durch unsere Reihen, und auf der anderen Seite erhöhten wir auf 4:0. Nun machte sich das angereiste fribourgische Fanlager immer lauter bemerkbar und trieb sein Team nach vorne. Angestachelt holten sie noch einmal alles aus sich heraus, und siehe da, der erste Treffer gelang. Es wurde immer lauter, denn nun wollte unser Gegner an dieses Erfolgserlebnis anknüpfen und uns weiter unter Druck setzen. Genau in dieser Situation zeigten sich die Blau-Roten unglaublich abgeklärt. Sie spielten ruhig weiter, glaubten an das System und liessen sich nicht zu überhasteten Aktionen verleiten. Tatsächlich trafen wir zum 5:1 und kurz darauf zum 6:1, was bereits die Vorentscheidung darstellte. Bis zum Ende traf Fribourg zwar noch zweimal, doch der Mist war geführt. Lautstark konnte Gurmels die letzten Sekunden des Spiels herunterzählen, bevor sich die jubelnden Kinder gegenseitig in den Armen lagen.

UH Gurmels – Floorball Fribourg         6:3

 

Es war ein würdiger Abschluss der Saison, und das Team bewies die grossen Fortschritte, die es erzielen konnte. Nicht nur physische und technische Entwicklungen waren sichtbar, sondern auch wichtige taktische Elemente wurden verinnerlicht. Mit diesem Gesamtpaket setzte sich das Team von den meisten Gegnern ab und wird auch in Zukunft davon profitieren können. Die gewonnenen Medaillen und der Pokal sollen dabei nur ein Zwischenstopp auf einem weiterhin erfolgreichen Unihockeyweg sein.

Liebe Rachel, liebe Leonie, liebe Jungs – wir sind stolz auf euch!

Euer Trainerteam