, Fredi Scheidegger (veröffentlicht durch Marc-André Weber)

Junioren C - 📸 Foto im Kasten, Learnings im Gepäck 🎒

Am Sonntag stand für uns ein intensives Testturnier in Kerzers mit insgesamt 5 Spielen auf dem Programm. Am Montagabend ging es dann nicht ums Training, sondern ums Fotoshooting – doch davor haben wir uns als Team bewusst Zeit genommen: eine kurze Retro zum Turniertag.

Für uns als Mannschaft war es das erste Mal, dass wir in dieser Konstellation gemeinsam an einem Turnier unterwegs waren. Die gemeinsamen ersten Trainings vor den langen Sommerferien waren dafür ideal – gleichzeitig zeigt sich klar, dass uns die Praxis in dieser Zusammensetzung noch fehlt.

Zum Turnier

Ergebnismässig konnten wir am Sonntag kein Spiel für uns entscheiden. Bei einem Testturnier zählen die Resultate zwar für das Ranking, für uns als Mannschaft wiegen die Learnings aber deutlich schwerer. Wir werten den Tag als wertvolle Lernreise.

Im ersten Spiel trafen wir auf einen Gegner mit kleinerem Kader, der jedoch kompakt, verbindlich und mit starken Passaktionen auftrat – auch im Tempo und konditionell stark. Weniger Spieler, aber klar bessere gemeinsame Wirkung. Ein gutes Beispiel für uns und gleichzeitig eine Erinnerung: einen Gegner darf man nie unterschätzen, das rächt sich schnell.

In den darauffolgenden Spielen wurden wir zunehmend wacher, der Kampfgeist und Torhunger war deutlich spürbarer, und die Tordifferenzen wurden teils besser. Die Pässe funktionierten besser. Den Druck nach vorne konnten wir jedoch nie so richtig aufbauen und die zahlreichen Chancen setzten wir nicht konsequent genug um. Im letzten Spiel ging dann bei fast allen Mannschaften in der Halle die Puste aus. Die knapp 30 Grad Aussentemperatur sorgten für eine aufgeheizte Halle, und auch die zahlreichen Zuschauer:innen sowie die Athlet:innen selbst trugen ihren Teil dazu bei, dass der Sauerstoff etwas knapp und die Luft gefühlt immer dünner wurde – das haben auch wir gespürt, die Konzentration liess spürbar nach.

Hervorzuheben ist: Trotz 5 Niederlagen war bei allen Spieler:innen die Motivation zu spüren, das Ruder nochmals herumzureissen. Diese Motivation blieb über den ganzen Tag aufrecht, und auch die Disziplin auf der Bank blieb bestehen – das half uns, die neuen Regeln von Swiss Unihockey mit Bedacht umzusetzen. Dafür, dass es unsere ersten Begegnungen in dieser Konstellation waren, hat sich die Mannschaft stark gezeigt. Die zahlreichen positiven Punkte nehmen wir mit und bauen in den kommenden Trainings darauf auf.

Im Tor: Ein grosser Schritt und ein gemeinsamer Lernprozess

Im Einsatz standen unser Torhüter, der letzte Saison bereits einzelne Einsätze im kleineren Tor sammeln konnte und nun erstmals im grossen Tor der Jun. C steht, sowie unsere erfahrene Torhüterin. Gegenseitiges Beobachten und direktes Feedback standen dabei im Zentrum: gemeinsam aus den Live-Situationen lernen und das Gelernte sofort im Turniermodus unter realen Bedingungen umsetzen. Ein wertvolles Setup für beide.

Linien im ersten Praxistest

Im Turnier kamen unsere neu gesetzten Linien zum ersten Mal zum Einsatz. In den Debriefings nach den Spielen haben wir gemeinsam festgestellt: Teilweise sind unsere Überlegungen und Einschätzungen gut aufgegangen, teilweise harmoniert es noch nicht wie gewünscht. Auf High Level betrachtet, zeigen sich physische wie auch spieltechnische Unterschiede – die Schere in unserem Team ist dieses Jahr ausgeprägt.

Für uns als Mannschaft gilt es nun herauszufinden, in welcher Kombination wir maximale Wirkung erzielen – so, dass sich jede:r Einzelne im Team wohlfühlt und sich in seiner Rolle einfindet. Bei Spielzügen, taktischer Ausrichtung und weiteren Komponenten wird das unser Weg sein: Wir tasten uns mutig und mit viel gegenseitigem Respekt heran. Gemeinsam wollen wir allen tollen sportlichen Erlebnissen schaffen und künftig auch Punkte für UH Gurmels heimbringen.

Gemeinsame Retro am Montagabend

Sowohl wir als Coach-Staff wie auch die Spieler:innen selbst haben unabhängig voneinander reflektiert, was am Turniertag gut lief und wo wir ansetzen wollen. Bemerkenswert: Die Einschätzungen decken sich stark – ein gutes Zeichen dafür, dass wir als Team auf der gleichen Wellenlänge sind.

🟢 Was gut lief

  • Fokus aufs Spiel, auch auf der Bank
  • Neue SU Regeln gut umgesetzt
  • Fairplay, Einsatz und nie aufgegeben
  • Grosse Akzeptanz und viel positive Energie im Team
  • Starke Leistungen in einzelnen Spielen

🟡 Organisation & Struktur

  • Ordnung in der Garderobe
  • Rollen im Team und Linien-Aufstellung – für die neu formierte Konstellation ein erster wichtiger Test
  • Wechsel und Genauigkeit

🩷 Wo wir gemeinsam ansetzen wollen

  • Zusammenspiel & Kommunikation auf dem Feld
  • Verteidigung als Linie: teils zu offensiv positioniert, dadurch zu viele gefährliche Situationen vor dem eigenen Tor
  • Ballkontrolle und Auslösung aus der Verteidigung

Aus diesen Erkenntnissen haben wir gemeinsam mit den Spieler:innen eine Priorisierung vorgenommen: Welche Themen wollen wir in den nächsten Trainings gezielt in den Fokus nehmen? Diese gemeinsam gesetzten Schwerpunkte fliessen direkt in unsere Trainingsplanung ein.

Fazit: Auch ohne Sieg gibt's viel mitzunehmen. Für uns geht es beim gemeinsamen Wachsen nicht nur ums Siegen – wir wollen uns als Mannschaft näherkommen, uns besser kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Wenn wir es gemeinsam gut haben, entstehen auch auf dem Spielfeld mehr Entfaltungsmöglichkeiten, und so wachsen wir gemeinsam weiter.🌱 Kleine, aber sichere Schritte. Der Turniertag war unsere Null-Messung, ab jetzt gehts nur noch aufwärts. 💪

#ZämeStarch